Interview

Was würden Sie als den roten Faden in Ihrem Leben bezeichnen? Wie wurde aus einer begeisterten Naturwissenschaftlerin eine erfolgreiche Beraterin und Coach?
Mich hat schon als Schülerin fasziniert, wie menschliches Leben und Erleben funktioniert und wie dieses unglaublich komplexe biologische System gesteuert wird. Diese Fragen und die entsprechenden Antworten ziehen sich wie ein roter Faden durch meinen Berufsweg und führten demzufolge zum Biochemie-Studium und Promotion. Im Verlaufe meiner Entwicklung und durch viele Erfahrungen hat sich mein Interesse verschoben. Mich faszinierten neben den physiologischen immer mehr die psychischen Funktionen und pädagogische Fragestellungen. Dementsprechend habe ich mich weitergebildet und begeistert den Stand der aktuellen Wissenschaft verfolgt. Diesen Themen bin ich unbeirrbar gefolgt, sie haben direkt zu meiner jetzigen Arbeitsweise geführt.
Was war die wichtigste Station auf diesem Weg?
Wichtigste Station auf diesem Weg war der Wechsel aus der Wissenschaft in die praktische Beratungs- und Trainingstätigkeit. Meine berufliche Entwicklung verlief am Beginn sehr zügig, mit 30 hatte ich in Biochemie promoviert, war Mutter zweier Kinder und forschte als DAAD-Stipendiatin in Kopenhagen. Das blieb nicht folgenlos. Und so musste ich die Fragen nach der optimalen Berufsplanung, nach work life balance, nach einem guten Umgang mit Konflikten, Stress, beruflichen und privaten Herausforderungen zuerst einmal für mich selbst klärenund Lösungen suchen. In dieser Zeit habe ich mich an der FernUni Hagen in Pädagogik und Psychologie weitergebildet sowie eine Ausbildung als Feldenkrais-Pädagogin absolviert. Die Arbeit mit Bewegung und die Entwicklung von Körperwahrnehmung ist bis heute ein Pfeiler meiner Arbeitsweise. Heute greife ich auf Ideen und Anregungen aus verschiedensten Methoden zurück, die in meinen Lehr- und Beratungsansatz einfließen.

In den letzten Jahren hat sich der  Schwerpunkt meiner Arbeit immer mehr zugunsten von psychosozialer Beratung und Coaching für berufliche und persönliche Veränderungs- und Umbruchsituationen verschoben. Dementsprechend absolviere ich Ausbildungen als systemische Beraterin sowie ein Masterstudium Systemische Soziale Arbeit.
Was macht Ihre Arbeit besonders?
Mein Beratungs- und Trainingsansatz beinhaltet umfassendes theoretisches und praktisches Wissen aus Biochemie, Psychologie, Pädagogik sowie die Integration von verschiedenen Methoden und Modellen von Neurobiologie, gehirngerechtem Lernen, Lernpsychologie, Körperverhaltenstherapie, Motivationspsychologie, systemischer Psychologie zu einem einzigen methodenintegrativen Konzept. Dadurch kann ich auf verschiedene Fragestellungen und Themen jeweilig konkret und angemessenen reagieren und mit dem Kunden gemeinsam die Analyse und Optimierung erarbeiten. Durch einen breiten akademischen Hintergrund und die entsprechenden Weiterbildungen in Bewegungspädagogik, systemischer Beratung und Therapie, Motivations- und Persönlichkeitspsychologie sowie durch die Auswertung und Optimierung zahlreicher Workshops und Einzelstunden stehen mir die passenden Methoden und tools für jedes Thema zur Verfügung. Dazu kommt der Einsatz neuester Erkenntnisse der Neurobiologie zu gehirngerechter erfahrungsbasierter Lernmethodik, die besonders nachhaltige Verhaltensänderungen ermöglicht.
Ich analysiere mit meinen Kunden zusammen sorgfältig die Zielsetzungen des Auftrags. Dabei komme ich sehr schnell und präzise auf den Punkt, „Wo der Schuh drückt". Ich bin direkt und offen in meinem feedback, dabei jedoch immer zugewandt, lösungsorientiert und wertschätzend. Dadurch entsteht rasch eine außergewöhnliche, potenzialorientierte vertrauensvolle Arbeits- und Lernatmosphäre.
Was sind Ihre Werte und Leidenschaften?
Seit jeher leiten mich Wissensdurst und die Neugier auf Menschen in ihren verschiedenen Kontexten und Systemen, die Suche nach funktionalen Zusammenhängen und Lösungen, die Integration verschiedenster Wissensbausteine und Methoden zu schlüssigen, stimmigen Konzepten sowie die Verbindung verschiedener Sichtweisen und Denkrichtungen.
Mich reizt die Umsetzung von Theorie, von wissenschaftlichen Erkenntnissen in praktisch verwertbares anwendbares Wissen für Entwicklungsprozesse. Solche Prozesse zu begleiten ist für mich Herausforderung und tiefe Erfüllung zugleich.
Mich begeistert es, eine Lernatmosphäre entstehen zu lassen, die so kompetenzfördernd und vertrauensvoll ist, dass Klienten neue Lösungen und Veränderungen im Verhalten ausprobieren können, ihre eigenen verborgenen Ressourcen entdecken und nutzen lernen. Die Kombination ist methodisch anspruchsvoll und äußerst effizient und nachhaltig für den Lernprozess des Klienten. Die Ergebnisse werden deutlich spürbar und sichtbar für Klienten, was oft großes Erstaunen auslöst.
Was ist Ihnen in Ihrer Arbeit besonders wichtig?
Das Potenzial der Kunden entdecken und Entwicklung anregen.
Was sind Ihre größten Stärken in der Arbeit mit Ihren Kunden?
Wenn ich Kunden nach den Besonderheiten meiner Arbeitsweise befrage, sagen mir viele Kunden, dass mich die Kombination von theoretischem Wissen und Klarheit bei gleichzeitiger hoher praktischer Kompetenz auszeichnet, dass sie sich in meiner Beratung/Coaching vertrauensvoll öffnen und ungewohnte Verhaltensalternativen ausprobieren können. Die Klienten wissen auch zu schätzen, dass ich Hilfe zur Selbsthilfe leiste, also darauf bedacht bin, meine Dienste nur kurz anzubieten und die Verantwortung in der Hand des Klienten zu lassen.